an der fran­zö­si­schen Riviera

Die Pro­vence beher­bergt viel Tra­di­ti­on. Unter ande­rem das Mai­son Chris­ti­an Dior als größ­tes in der Gegend ansäs­si­ges Duft­haus und das Luxus­ho­tel Hôtel du Cap-Eden-Roc, wel­ches kürz­lich sei­nen 150. Geburts­tag feierte. 

Eden-Roc – ein Name – zwei Ikonen

Der Duft Eden-Roc von Dior
Foto: Romain Degla­de /​Oetker Collection
Hotel du Cap-Eden-Roc- Aussenansicht von oben
Foto: Oetker Collection

Die bei­den iko­ni­schen Häu­ser ver­bin­det eine lan­ge Freund­schaft und das Hotel dien­te bereits als Kulis­se für einen Wer­be­spot des Duft-Klas­si­kers Miss Dior. So war es nicht über­ra­schend, dass sich die Oetker Collec­tion, zu der das Luxus­ho­tel gehört, an das Par­fum­haus Dior gewandt hat, um zu die­sem Jubi­lä­um einen Duft zu kre­ieren. Das Bou­quet des Par­fums soll­te sowohl das Nobel­ho­tel als auch die vie­len Facet­ten der umge­ben­den Land­schaft per­fekt reflek­tie­ren. Las­sen wir uns daher von Fran­çois Demachy, Chef­par­fu­m­eur im Hau­se Chris­ti­an Dior, mit Eden-Roc zu einem olfak­to­ri­schen Kurz­ur­laub an die Côte d’Azur verführen.

Die Gran­de Dame der Côte d’Azur

Eden-Roc swimming pool.
Das Hotel du Cap-Eden-Roc wird 2009 offi­zi­ell als eines der bes­ten Fünf-Ster­ne-Hotels der Welt aus­ge­zeich­net. (sämt­li­che Fotos vom Hotel: Oetker Collection)

Das Luxus­ho­tel, wel­ches heu­te zu den schöns­ten der Welt zählt, hat sich in den 150 Jah­ren stark gewan­delt. Eröff­net wur­de es 1870 von Hyp­po­ly­te de Vil­le­mess­ant, dem Grün­der der fran­zö­si­schen Zei­tung Le Figa­ro. Zuvor dien­te sei­ne Pri­vat­vil­la “Soleil” als ein inspi­rie­ren­der Rück­zugs­ort für Schrift­stel­ler und Künst­ler. Ihm schweb­te bereits bei der Eröff­nung vor, aus dem damals noch Vil­la Soleil genann­ten Hotel, ein Haus von inter­na­tio­na­lem Rang zu machen. Dies gelang ihm lei­der nicht.

Erst unter der Füh­rung des erfolg­rei­chen, ita­lie­ni­schen Hote­liers Antoi­ne Sel­la, der das stark reno­vie­rungs­be­dürf­ti­ge Hotel 1887 erwarb, stell­te sich der gewünsch­te Erfolg ein. Seit­dem beher­bergt das Grand Hotel neben bri­ti­schen Royals, zahl­rei­chen Schau­spie­lern wie Sophia Loren, Clint East­wood, Brad Pitt und Arnold Schwar­zen­eg­ger (lesen Sie hier mehr über den neu­en Film von Arnold Schwar­zen­eg­ger und Ralf Moel­ler) auch Künst­ler wie Pablo Picasso.

Letz­te­rer wur­de 1955 mit der Gestal­tung der neu­en Spei­se­kar­te beauf­tragt. Selbst­ver­ständ­lich hat das Haus die Spei­se­kar­te im Lau­fe der Jah­re immer wie­der über­ar­bei­tet. Zum 150. Jubi­lä­um wur­de der mit drei Miche­lin-Ster­nen aus­ge­zeich­ne­te Küchen­chef Eric Frechon vom Le Bris­tol Paris zum gas­tro­no­mi­schen Chef­be­ra­ter ernannt. Die­ser ver­zau­bert die Gäs­te des Grand Hotel immer wie­der mit neu­en gas­tro­no­mi­schen Konzepten.

Von der Yacht aus entdeckt

1969 wech­sel­te das Hotel erneut den Besit­zer. Das Ehe­paar Rudolf-August und Maja Oetker erblick­te Jah­re zuvor bei einem Segel­törn im Mit­tel­meer das herr­schaft­li­che Haus. Sie ver­lieb­ten sich spon­tan in das pracht­vol­le Anwe­sen und sahen in ihm den idea­len Ort für Ihre Visi­on der gepfleg­ten Gast­lich­keit. Bis heu­te ist das Hotel im Besitz der Oetker Grup­pe und lebt Tag für Tag eben die­sen Anspruch. 1987 wur­de das fünf Ster­ne Hotel in Grand Hôtel du Cap-Eden-Roc umbenannt.

Ele­gan­te Frische

Foto: Romain Degla­de /​Oetker Collection

Weni­ge Sprit­zer von Diors Eden Roc ver­set­zen uns direkt an die fran­zö­si­sche Rivie­ra. Direkt nach dem Auf­sprü­hen las­sen sich zitri­sche Noten gemischt mit einer Pri­se Meer­salz wahr­neh­men, frisch, aber trotz­dem sehr ele­gant. Die Illu­si­on eines Som­mer­ta­ges am Meer ist sofort prä­sent und spie­gelt Fran­cois Demachys Inspi­ra­ti­on per­fekt wider. 

Ich kom­po­nier­te den Eden-Roc Duft, indem ich mir vor­stell­te, auf dem See­weg im Hotel anzu­kom­men. Das Salz, die Son­ne, das hel­le Fels­ge­stein, die üppi­ge Vege­ta­ti­on … Sei­ne Sil­la­ge ist ein olfak­to­ri­sches Abbild die­ses Kaps in außer­ge­wöhn­li­cher Lage.

Fran­çois Demachy, Par­fu­m­eur-Créa­teur bei Dior

Eine Duft­kom­po­si­ti­on mit Tiefe

See­kie­fern rah­men den Weg zum Hotel und spen­den ange­neh­men Schat­ten an war­men Som­mer­ta­gen. Ihr Duft run­det den fri­schen Auf­takt von Eden-Roc ab und ver­leiht ihm eine grü­ne Note. Der Wind trägt die fri­sche Mee­res­bri­se umher, ohne dass die­se zu domi­nant wird. Man spürt einen leich­ten Hauch von Salz auf der Haut. Nach der fri­schen Eröff­nung mischt sich lang­sam zar­ter Jas­min unter die sal­zi­gen Noten.

Das Erbe Chris­ti­an Diors, der die Blü­ten genau­so lieb­te, wie die Schön­heit der Frau­en, wird auch in die­sem Duft deut­lich. Denn wie die meis­ten Dior Düf­te trägt auch Eden-Roc eine Blü­te in der Herz­no­te. Auch hier schließt sich der Kreis, denn die Pro­vence ist die Hei­mat kost­bars­ter Blü­ten. Die Gegend gilt als der Roh­stoff­lie­fe­rant für die Parfumindustrie.

Daher ver­wun­dert es wenig, dass Chris­ti­an Dior die­sen Stand­ort für sein Par­fum­haus gewählt hat. Ver­wen­det wur­den in Eden Roc neben fran­zö­si­schem Jas­min gran­dif­lorum (wei­ßer Jas­min), wel­cher einen leich­ten und betö­ren­den Duft ver­strömt auch Jas­min sam­bac (Ara­bi­scher Jas­min), um der Duft­kom­po­si­ti­on mehr Tie­fe zu verleihen. 

Ein ele­gan­tes Unisex-Parfum

Mine­ra­li­sche Noten spie­geln die Fel­sen rund um Eden-Roc wider. Wir befin­den uns olfak­to­risch auf der Rück­sei­te des Grand Hotel, wo sich der 1914 in die Basalt­fel­sen gespreng­te legen­dä­re Meer­was­ser­pool befin­det. Die­ser ver­bin­det den berühm­ten Eden-Roc Tee­pa­vil­lon – schon damals ein Ort der Begeg­nun­gen für Künst­ler, Geschäfts­leu­te und Royals – mit dem Hotel. 

Zur Basis­no­te hin ist der Duft weni­ger frisch, son­dern besticht mit einer leich­ten Ele­ganz, die den Trä­ger oder die Trä­ge­rin den gan­zen Tag umgibt. Die­ses Uni­sex-Par­fum ist für alle, die gepfleg­tes Under­state­ment lie­ben. Der Duft ist die per­fek­te Mischung aus Raf­fi­nes­se und erle­se­ner Ein­fach­heit, die sowohl das Hotel Eden Roc, wie auch das Par­fum­haus Chris­ti­an Dior wun­der­bar widerspiegeln.

Das Buch Eden-Roc
Bild­band Hotel du Cap-Eden-Roc Foto: Szabi­na Klenik

Neben dem Duft erschien zum 150. Jubi­lä­um auch ein 312 sei­ti­ger Bild­band, der die per­fek­te visu­el­le Ergän­zung zum in die Fer­ne schwel­gen bie­tet. Vor Ort und online unter Eden Being ist das Buch sogar mit einem eigens vom fran­zö­si­schen Künst­ler Marc-Antoi­ne Cou­lon gestal­te­ten Schu­ber als Samm­ler­stück erhältlich. 

Szabi­na Klenik

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