Auf lei­sen Pfo­ten schleicht sich der Pan­ther an, setzt zum Sprung an und lan­det in den Hän­den der Sie­ger. Nach den Musik-Pan­thern wur­den im Ber­li­ner Del­phi-Palast die Film-Pan­ther ver­lie­hen. Das geschmei­di­ge Tier in rot ist die Sie­ges­tro­phäe des New Faces Award, der seit 1998 von dem Peop­le-Maga­zin “Bun­te” ver­lie­hen wird. Jeweils drei Talen­te von Mor­gen waren in den Kate­go­rien „bes­te Nach­wuchs­schau­spie­le­rin“, „bes­ter Nach­wuchs­schau­spie­ler“ und „bes­ter Debüt­film“ nominiert.

New Faces Award 2022 – nomi­niert sind 

Die Nominierten_Bless Amada, Lea Drinda, Jonas Holdenrieder, Kurdwin Ayub, Lia von Blarer, Naemi Florez, Milan Herms, Pascal Schröder, BUNTE New Faces Award Film 2022 im Delphi Filmpalast am Zoo in Berlin 23.06.2022
Bless Ama­da, Lea Drin­da, Jonas Hol­den­rie­der, Kurdwin Ayub, Lia von Bla­rer, Naemi Flo­rez, Milan Herms, Pas­cal Schröder

Die hoch­ka­rä­tig besetz­te Jury hat­te es nicht leicht, einen Sie­ger in der jewei­li­gen Kate­go­rie zu küren, denn sie alle sind her­vor­ra­gen­de Nach­wuchs­schau­spie­le­rin­nen und ‑schau­spie­ler und Regie­erst­lin­ge. In der Jury waren zum ers­ten Mal auch der Vor­jah­res­ge­win­ner Bru­no Alex­an­der und –gewin­ne­rin Soma Pys­all ver­tre­ten, neben so bekann­ten Grö­ßen aus dem Film­me­tier wie den Pro­du­zen­ten Nico Hof­mann und Regi­na Zieg­ler, Cine­Star-Geschäfts­füh­rer Oli­ver Fock, den Schau­spie­le­rin­nen Andrea Sawatz­ki und Anna Maria Mühe, Cas­ting-Direk­to­rin Ste­fa­ny Pohl­mann sowie Bun­te-Chef­re­dak­teur Robert Pöl­zer und Georg Seitz, Bun­te-Res­sort­lei­ter Film, Fern­se­hen, Medien.

„Beim New Faces Award ist bereits die Nomi­nie­rung ein bahn­bre­chen­der Erfolg, denn fast alle unse­rer Nomi­nier­ten haben im Nach­gang gro­ße Kar­rie­ren gestartet.

Alle Gewinner:innen haben gro­ßes Potenzial, 

so dass wir noch vie­le her­aus­ra­gen­de Pro­jek­te und schau­spie­le­ri­sches Meis­ter­werk von ihnen sehen wer­den. “, sag­te Bun­te-Chef­re­dak­teur Robert Pöl­zer im Namen der Jury.

Das im Nach­gang gro­ße Kar­rie­ren star­te­ten, stimmt. Einer von ihnen war einst der Regie­de­bü­tant Flo­ri­an Henckel von Don­ners­marck. Er erhielt vie­le Aus­zeich­nun­gen, dar­un­ter den New Faces Award Film, gewann dann 2007 den Oscar und 2019 eine Oscar-Nomi­nie­rung. Er gehört seit­dem zu den ganz Gro­ßen im Filmbusiness.

Als bes­te Nach­wuchs­schau­spie­le­rin­nen waren nominiert:

Lia von Bla­rer, Naemi Flo­rez und Lea Drinda

Gewin­ne­rin Lea Din­dra erhielt den Preis für ihre Rol­le als nicht­bi­nä­re Char­lie in der ZDF­neo-Serie „Beco­m­ing Char­lie“. Die Jury sagt ihr eine inter­na­tio­na­le Kar­rie­re voraus. 

„Sie stürzt sich regel­recht in ihre Rol­len, sie tut das mit bewun­derns­wer­tem Mut und ist dabei völ­lig uneitel.

Lea Drin­da fun­kelt die Spiel­wut aus den Augen,

als jun­ger Mensch auf Iden­ti­täts­su­che über­zeugt sie die Zuschauer:innen nicht nur, sie über­wäl­tigt sie mit ihrer Ener­gie. Sie ist ein Talent, das im Fern­seh­for­mat der Mini-Serie ‚Beco­m­ing Char­lie‘ begeis­tert, dass man aber unbe­dingt auch auf der gro­ßen Kino-Lein­wand sehen möch­te,“ begrün­de­te die Jury

Als bes­te Nach­wuchs­schau­spie­ler waren nominiert:

Jonas Hol­den­rie­der, Milan Herms und Bless Ama­da

Zum Sie­ger gekürt wur­de Milan Herms für sei­ne Haupt­rol­le in dem Spiel­film­dra­ma „AEIOU – Das schnel­le Alpha­bet der Lie­be“. Der Jury gefiel sei­ne beson­de­re Art des Schauspiels.

Sein Spiel ist so sub­til wie die Spra­che, die ihm das Dreh­buch vorgibt.

Milan Herms stellt sich in dem Kino­film ‚AEIOU – Das schnel­le Alpha­bet der Lie­be‘ der gro­ßen Her­aus­for­de­rung, als New­co­mer neben einer Star-Schau­spie­le­rin (Sophie Rois) zu bestehen – und meis­tert sie auf sei­ne ganz eige­ne beein­dru­cken­de Wei­se. Die Lie­bes­ge­schich­te zwi­schen einem 19jährigen und einer deut­lich älte­ren Frau ist eine Grat­wan­de­rung, die nur durch beson­de­re schau­spie­le­ri­sche Leis­tung glaub­wür­dig wer­den kann. Milan Herms nimmt man die­se Lie­bes­ge­schich­te von Anfang an ab,“ urteil­te die New Faces Film Jury.

In der drit­ten Kate­go­rie bes­ter Debüt­film waren nominiert:

Pas­cal Schrö­der, Kurdwin Ayub und Sophie Lin­nen­baum (die krank­heits­be­dingt fehlte)

Regis­seu­rin Sophie Lin­nen­baum erhielt für ihren Kino­film „The Ordi­na­ries“ die rote Pan­ther­tro­phäe. Der Film lief schon auf dem kürz­lich zu Ende gegan­ge­nen Mün­che­ner Film­fest 2022. Die Jury räumt auch ihr gro­ße inter­na­tio­na­le Chan­cen ein. Sophie Lin­nen­baum konn­te krank­heits­be­dingt nicht teil­neh­men. Dafür lan­de­te der Pan­ther mit einem geziel­ten Sprung in den Hän­den von The Ordi­na­ries-Pro­du­zen­tin Brit­ta Strampe.

„Die Idee zu die­sem Film ist frisch und frech, die Insze­nie­rung erst­klas­sig, die Bild­spra­che krea­tiv und das Set­ting, das die Regie dem Figu­ren­en­sem­ble schafft, auf­fal­lend lie­be­voll. Sophie Lin­nen­baum wird für ihre Gesamt­leis­tung ihres her­aus­ra­gen­den Abschluss­films „The Ordi­na­ries“, der an der Film­uni­ver­si­tät Babels­berg Kon­rad Wolf mit begrenz­tem Bud­get gedreht wur­de, aus­ge­zeich­net. Ihre Geschich­te spielt in einer Gesell­schaft, die streng ein­ge­teilt ist in Haupt­rol­len, Neben­rol­len und Out­takes und ver­han­delt das wich­ti­ge Thema

– dazu­ge­hö­ren oder aus­ge­grenzt wer­den – auf eine sehr klu­ge Art,

mein­te die Jury.

Mode­ra­tor Amiaz Hab­tu führ­te mit Wort­witz durch die Ver­lei­hung und zwi­schen­durch unter­hielt Schau­spie­ler Timur Bar­tels musi­ka­lisch das Publi­kum. Auf der anschlie­ßen­den Par­ty ver­riet uns Regie­de­bü­tant Pas­cal Schrö­der, dass ihn der rote Pan­ther ganz knapp ver­fehlt hat. Sein Erst­lings­film „The Social Expe­ri­ment“ kommt in Kür­ze in die Kinos. 

Egal, Haupt­sa­che dabei sein ist alles, denn über­haupt nomi­niert zu wer­den ist schon groß­ar­tig. Das sahen so auch die rund 250 gela­de­nen Gäs­te aus Film, Fern­se­hen und Medi­en, die die Youngs­ters, ob Sie­ger oder Nomi­nier­te, gebüh­rend feierten.

Mar­ti­na Manikowski

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